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Was ist Shopify und was ist WooCommerce? Welches Online-Shop-System ist besser?

01.01.2021
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Um im Internet zu verkaufen, braucht man eine Verkaufsplattform. Diese kann man natürlich auch selbst bauen, aber das ist sehr aufwendig und kostspielig, weshalb diese Möglichkeit nicht für jeden infrage kommt. Wenn man sich die Zeit und Energie sparen möchte, kann man auf sogenannte Shopsysteme zurückgreifen. Die mit Vorlagen und vorgefertigten Systemen ausgestatteten Varianten können einem die Arbeit merkbar erleichtern, weil man auf ihnen aufbauen kann und schnell die ersten Produkte verkaufen kann, anstatt bei 0 anzufangen.

Es gibt über 370 Shopsysteme. Jedes hat seine Stärken und Schwächen. Die einen sind beliebter, die anderen nicht so. Manche werden dazu noch in bestimmten Ländern bevorzugt, z. B. aufgrund unterschiedlicher Rechtssituationen.

In diesem Artikel möchte ich die beiden Shopsysteme Shopify und WooCommerce näher darstellen, denn sie sind die 2 beliebtesten Shopsysteme.

Um hier gleich mal eine Inspiration zu geben, was mit beiden Shopsystemen machbar ist, folgen einige Beispiele aus unterschiedlichen Branchen. Vielleicht findet ihr bereits bei diesen heraus, für was ihr euch bei der „Shopify-vs.-“WooCommerce”-Frage entscheidet.

 

Beispiele von Shopify Shops

physische Produkte

Der Verkauf von physischen Produkten ist die klassische Form, um auf dem E-Commerce-Markt zu verkaufen. Das Unternehmen „Waterdrop“ bietet seine Produkte über den Webshop zum Verkauf an, der auf shopify läuft. Wenn du noch nichts mit dem Begriff „E-Commerce“ anfangen kannst, erfährst du hier mehr darüber.

Zum Shop von Waterdrop geht es hier lang: https://www.waterdrop.com

 

Abonnement

Mit einem Abo-Modell kann man den Kunden stärker an das Unternehmen binden. Vom klassischen Verkauf unterscheidet es sich vor allem deswegen, weil Bestellungen automatisch abgewickelt werden. „Happy Coffee“ hat das Abo-Modell im shopify-Onlineshop inkludiert und gewinnt dadurch Kunden über einen längeren Zeitraum hinweg.

Shop: https://www.happycoffee.org

 

Digitale Produkte

Dass E-Commerce nicht nur das Verkaufen von physischen Produkten bedeutet und man hier auch kreativ werden kann, zeigt das Unternehmen „If I Made“. Dieses bietet über den Onlineshop Kurse und digitale Produkte rund um das Thema Hochzeitsplanung an.

Shop: https://www.ifimade.com

 

Mietmodell

Auch Vermietung kann man über den eigenen Onlineshop anbieten. „Mobile Locker“ vermietet auf diese Weise Schließfächer für Veranstaltungen.

Shop: https://www.themobilelockerco.com

 

Erlebnisse & Abenteuer

Kaum zu glauben, aber auch Erlebnisse und Reisen kann man im Onlineshop anbieten. Das zeigt „Aspen Expeditions“. Im zugehörigen Onlineshop werden verschiedene Abenteuer angeboten – von Kletterausflügen über Weinverkostungen bis hin zu Reisen.

Shop: https://aspenexpeditions.com

 

Workshops

Sowohl Online- als auch Präsenz-Workshops bietet „Buti Yoga“ im Onlineshop an. Kunden können im Onlineshop Kurse buchen und entweder bequem von zuhause aus oder direkt vor Ort mittrainieren.

Shop: https://butiyoga.com

 

Ihr sucht mehr Inspirationen zu shopfiy-Onlineshops und fragt euch, was man noch so alles verkaufen kann? Dann besucht folgende Seite.

Außerdem könnt ihr auf dieser Seite Beispiele speziell nach eurer Branche filtern und euch für euren eigenen Onlineshop inspirieren lassen.

Beispiele von Woocomerce Shops

physische Produkte

Auch WooCommerce ist der Klassiker, wenn es darum geht, physische Produkte zu verkaufen. Selbst große Unternehmen setzen hier auf WooCommerce, z. B. das Unternehmen „Weber“.

Shop: https://www.weber.co.za

 

Fotodruck

Auch komplexe Themen lassen sich mit einem WooCommerce-Shopsystem umsetzen, da man die volle Kontrolle darüber hat. Dem Kreativen sind keine Grenzen gesetzt. „Printing New York“ bietet im Onlineshop Produkte rund um den Fotodruck an. Kunden können über den Shop Fotos auf verschiedene Produkte und Materialien drucken lassen.

Shop: https://www.printingnewyork.com

 

Kurse

Auch Kurse und digitale Produkte kann man mit einem WooCommerce-Shop umsetzen. „balcing motions“ zeigt hier beeindruckende Beispiele.

Shop: https://balancingmotions.com

 

Abonnement

Abonnements lassen sich für diverse Branchen sehr einfach im WooCommerce-Shopsystem abbilden. Diese zwei Beispielen zeigen, dass dies möglich ist. „Department Coffee“ verkauft Kaffee-Abonnements und „Henryj Socks“ bietet Abonnements für Socken an.

Shop: https://www.departmentofcoffee.com

Shop: https://www.henryjsocks.co.uk

 

Für weitere Beispiele und noch mehr Inspirationen zu WooCommerce-Shop-Möglichkeiten in verschiedenen Branchen könnt ihr folgende Seite besuchen.

 

Meine Erfahrungen mit WooCommerce und Shopify

Beide Shopsysteme sind prinzipiell sehr gut und solide. Im Großen und Ganzen kann man bei der Entscheidung nichts falsch machen. Es gibt jedoch gewisse Kriterien, die einen bei der Entscheidungsfindung leiten.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass beide Shopsysteme – WooCommerce und Shopify – für eher simple Projekte mit niedriger Produktanzahl geeignet sind. In Sachen Benutzerfreundlichkeit und Design nehmen sie sich nichts und man kann einfach damit starten. Jede Shopsystem-Art hat ihre Fans.

Doch sobald es komplex wird, stoßen diese beiden Shopsysteme unter Umständen an ihre Grenzen.

Hier solltest du über stabilere Alternativen für Shopify und WooCommerce nachdenken, z. B. shopware, magento, prestashop und ähnliches.

Folgend ein Vergleich im Detail von WooCommerce und Shopify:

 

Shopify vs. Woocommerce – ein Schnellvergleich

Hier die Hauptunterschiede dieser Shopsysteme, auf die wir unten noch weiter eingehen werden.

Shopfiy Woocommerce
Komplexität Einfach Erfordert Einarbeitung
Abhängigkeit Abhängig von Shopify Eigene Kontrolle
Anpassbarkeit Flexibel, man bleibt dennoch auf das Shopify-System angewiesen Volle Flexibilität
Kosten Monatliche/laufende Kosten Grundsätzlich keine. Für Erweiterungen überschaubare Kosten.
System-Betreuung Keine eigene notwendig -> Shopfiy übernimmt die Pflege und Betreuung Eigenverantwortung
Arbeiten am System Leicht und unkompliziert Leicht und unkompliziert

 

Stärken von Shopify

Eine der Hauptstärken von Shopify ist, dass es sehr einfach zu bedienen ist – ein Start ist damit schnell möglich.

Das Einzige, was man machen muss, ist, sich anzumelden und die Domain zu registrieren. Man wird Schritt für Schritt durch Anmeldung und Einrichtung geführt. Hier werden keine Vorkenntnisse benötigt und das System ist grundsätzlich sehr benutzerfreundlich.

Die ganze Einfachheit spiegelt sich auch in der Betreuung des Systems während der Arbeit wider. So muss man sich nicht mit Updates oder Systemaktualisierungen beschäftigen, da Shopify das für einen übernimmt.

 

Schwächen von Shopify

So einfach es auch zu bedienen ist, Shopify hat einige Schwächen, die man auch berücksichtigen muss. Da man auf der Plattform von Shopify verkauft, ist man hier auf Shopify angewiesen, z. B. bezüglich der Richtlinien, Anpassungen auf dem System, Änderungswünsche etc. Shopify bietet natürlich viel Funktionalität, aber muss man sich bewusst machen, dass man auf der Plattform von Shopify arbeitet, darauf begrenzt und dadurch eingeschränkt ist.

Außerdem hat man hier monatliche und laufende Gebühren, die an Shopify für die Betreuung der Plattform zu entrichten sind.

 

Stärken von WooCommerce

Da man WooCommerce selber betreut, hat man hier auch die volle Kontrolle und Flexibilität. Änderungen und Anpassungen können nach Belieben vorgenommen werden und es lassen sich auch komplexere, individuelle Gestaltungen abbilden.

Außerdem ist es grundsätzlich kostenlos, sodass man keine monatlichen Gebühren zahlen muss. Nur Erweiterungen kosten etwas, sind jedoch preislich überschaubar und werden meist durch einmalige Zahlungen beglichen.

 

Schwächen von WooCommerce

Um WooCommerce zu betreuen, braucht man ein gewisses Grundverständnis und eine vorhergehende Einarbeitung. Da es als Plugin auf WordPress aufgebaut ist muss man sich auch mit WordPress beschäftigen. Lasst euch aber nicht davon abschrecken! Wer Interesse daran hat, kann sich gut einarbeiten und kann nach kurzer Zeit alles allein managen. Dadurch ist es nicht so kompliziert, wie es zu Anfang vielleicht klingen mag.

Da man das System selbst betreut, muss man sich auch um die Wartung und Pflege selber kümmern.

 

Fazit

Die Auswahl des Shopsystems kann sehr entscheidend sein. Überlege dir vorher, was deine Ziele sind und wo du dein Unternehmen in Zukunft siehst. Entscheide erst dann, denn ein späterer Umzug zu einem anderen Shopsystem kann sehr teuer und aufwändig werden.

WooCommerce und Shopify sind beides Shopsysteme, die bei simplen und einfachen Projekten sehr gut sind. Sobald es komplex wird und es um mehrere Produkte oder Schnittstellen geht, stoßen diese Shopsysteme jedoch an ihre Grenzen.

Wenn dir das ausreicht, dann kannst du ohne schlechtes Gewissen beide Plattformen nutzen.

Hier noch einmal zusammenfassend die Hauptargumente, für die jeweiligen Shopsysteme.

Shopify:

  1. Falls du dich nicht mit der Technik beschäftigen möchtest
  2. Falls du schnell und einfach starten möchtest
  3. Wenn du dir über die hohen monatlichen Kosten bewusst bist

WooCommerce:

  1. Wenn du volle Kontrolle über deinen Shop haben möchtest, um individuelle Anpassungen machen zu können
  2. Falls du auch bereit bist, dich ein bisschen einzuarbeiten und zu lernen
  3. Wenn du keine monatlichen laufenden Kosten haben möchtest

Serhat Külec

Als erfolgreicher Unternehmer hat Serhat Külec bereits einige E-Commerce Unternehmen aufgebaut und ist an verschiedenen Projekten als Experte für den Bereich E-Commerce beteiligt. Er unterstützt Unternehmen dabei den Sprung in den Online-Handel erfolgreich zu meistern und zu wachsen.

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